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Totenkopfmarsch

Bloged in Urlaub in Baden-Württemberg von Urlauber Sonntag Januar 21, 2009

Der 100 km Dodentocht Kadee in Bornem (Belgien), auch hier in Deutschland Totenkopfmarsch genannt, ist eine echte Herausforderung. Ob Mann oder Frau, Jung oder Alt, jeder der über 16 Jahre alt ist, ist herzlichst Willkommen.

Wer wollte nicht schon mal seine Grenzen entdecken und sehen wie weit er gehen kann? Wer wollte nicht schon mal eine richtige „Wanderung“ machen? Eine „Wanderung“ von 100 km. Dies ist nichts für Weicheier und nichts für Prolls. Jeder der es sich in den Kopf gesetzt hat 100 km zu laufen, sollte einen Ausflug nach Belgien machen um genau zu sein nach Bornem. Doch sollte man sich im vorne rein klar machen, das dass kein Spaziergang wird. Mitbringen solltet ihr auf jedenfall festes Schuhwerk, gute Laune und Motivation. Taschenlampe und Reflektoren sind von Vorteil, da der Marsch um 21:00 Uhr beginnt und nach 24 Stunden wieder endet. Wer bis dahin noch auf der Laufstrecke ist, hat noch bis 21:30 Uhr Zeit um ins Ziel zu kommen. Ob man Persönliche Snacks, Trinken und z.B. Klopapier braucht, kann jeder für sich selbst entscheiden. Der „Totenkopfmarsch“ findet immer im August statt. Spätestens bis zum 15. Juli sollte man sich angemeldet haben, nach diesem Datum werden keine Anmeldungen mehr angenommen. Eine frühe Anmeldung bietet einige Vorteile. Eine Broschüre mit Beschreibung des Marsches, alle nötigen Informationen und einen geringeren Preis von nur 28€. Während des Laufes wird man verschiedene Checkpoints passieren, bei diesen Checkpoints bekommt man auch die Möglichkeit sich kurz auszuruhen. Um an jeden Checkpoints registriert zu werden bekommt man am Anfang einen Chip, den man am Ende wieder zurück geben muss. Wenn man am Dodentocht teilnimmt, möchte man natürlich auch in der Nähe Übernachten. Platz dafür bieten das Kulturzentrum oder der Campingplatz in Bornem. Exklusiver Übernachten kann man in den Hotels von Bornem.

Angefangen hat diese Tradition im Jahr 1970 mit 65 Teilnehmern, mittlerweile ist er in ganz Europa bekannt und steigt jährlich in der Teilnehmerzahl. Wer denkt, hier gibt es einen tollen Pokal oder eine super Geld Prämie zu gewinnen, ist leider fehl am Platz. Laufen tut man im Grunde genommen nur für sich selbst, um auszutesten wie weit doch die eigenen Grenzen reichen, wie fit man ist und um sich ein Ziel zu setzten. Die Belohnung besteht einzig und allein aus einer Urkunde und einer Medaille, nicht zu vergessen das Gefühl wenn man dann doch endlich im Ziel ist, seine Müden Knochen ausruhen und mit geschwellter Brust wieder den Heimweg antreten kann. An den anderen Teilnehmern kann man sich nicht messen, denn es gibt keine Aufzeichnungen oder Ranglisten, somit zeichnet sich der Dodentocht auch von allen anderen Laufereignissen in Europa ab.

In der verschlafenen Stadt Bornem ist der Dodentocht ein richtiges großes Dorffest, die Einwohner sitzen mit Stühlen auf, um und in ihren Häusern und „feiern“ die tausenden von Läufern die mittlerweile aus ganz Europa kommen. Auch wenn man alleine angereist ist muss man sich also nicht alleine fühlen, jeder der tausenden von Zuschauern feuert einen an, und ist mitten im Geschehen dabei.

Eine einzigartige Laufveranstaltung die man auf keinen Fall verpassen darf. Das nächste mal findet der 100 km Dodentocht Kadee in Bornem am 14 August diesen Jahres statt.

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